Mit Kaffee gegen Multiple Sklerose

Cupcino-blog-kaffee

Mit Kaffee gegen Multiple Sklerose

Kaffee hilft gegen so manche Krankheiten und soll vorbeugend wirken. Auch auf Multiple Sklerose soll er sich positiv auswirken. Der Genuss von mehr als vier Tassen am Tag senkt das Risiko an Multipler Sklerose zu erkranken um das 1,5 fache. Dieses Ergebnis stellte die US-amerikanische Forscherin Ellen Mowry zum 67. Jahrestreffen der American Academy of Neurology in Washington vor.

Anhand  ermittelter Daten aus Schweden und den USA wurde nachgewiesen, dass Koffein eine schützende Wirkung auf das Gehirn hat. „Der Konsum von Koffein wurde mit einem verringerten Risiko für Alzheimer und für Parkinson in Verbindung gebracht. […] Unsere Studie zeigt, dass Kaffeegenuss ebenfalls vor Multiple Sklerose schützt, was die Annahme stützt, dass der Wirkstoff eine schützende Wirkung auf das Gehirn haben könnte.“, erklärt Mowry.

In Schweden nahmen 1.629 Multipler Sklerose-Patienten und 2.807 gesunde Vergleichspersonen an der Studie teil. Die Zahlen bei der US-Studie verhielten sich mit 1.159 zu 1.172 ähnlich. Im Mittelpunkt stand unter anderem eine Befragung nach dem täglichen Kaffee-Konsum. Die zeitliche Einordnung sollte im Jahr der Erkrankung beziehungsweise einige Jahre vor dem Auftreten erster Symptome stattfinden. Die Gruppe der gesunden Teilnehmer machte Angaben zu ähnlichen Zeitspannen. Zu den Angaben wurden noch weitere Faktoren wie das Alter, das Geschlecht, das Gewicht sowie Rauchgewohnheiten berücksichtigt. Beide Studien wiesen unabhängig von einander Gemeinsamkeiten bei der Risikominderung an MS zu erkranken auf. Dies konnte auf den Konsum von mehr als vier Tassen Kaffee pro Tag zurückgeführt werden. Im weiteren Verlauf der Untersuchungen schlug Mowry vor, auch die Auswirkungen von Kaffee während der Erkrankungen näher zu erforschen. Denkbar sei, dass Koffein unter anderem plötzlich auftretende Schübe kontrollierbarer macht. Vielleicht wirkt auch eine längerfristige Behandlung mit Kaffee positiv auf die massiven Einschränkungen, die Multiple Sklerose verursacht und lindert Beschwerden in späteren Stadien der Krankheit.