Kaffee hilft gehen das Vergessen

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Kaffee hilft gehen das Vergessen

Kaffee macht munter und hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge. Auch gegen Alzheimer soll das durftende Getränk aus röstfrischen Kaffeebohnen hefen. Bei einer Studie fanden Forscher aus Südflorida heraus, dass das Koffein von etwa 5 Tassen Kaffee pro Tag den gefährlichen Eiweißmüll namens Beta-Amyloid im Gehirn reduziert. Ein Versuch an Mäusen hatte gezeigt, Koffein verhindert das Verklumpen dieser Eiweißmolekühle und entwickelt eine schützende Wirkung.

Jetzt haben Forscher von der Universität Bonn und Lille (Frankreich) am Laborversuch mit Mäusen entdeckt, dass ein koffein-ähnlicher Wirkstoff zusätzlich Ablagerungen des sogenannten Tau-Proteins im Gehirn hemmt. Diese Tau-Ablagerungen sind einer der beiden Hauptindikatoren für die Alzheimer-Krankheit.

Das Koffein blockiert nach neusten Ergebnissen bestimmte Rezeptoren im Gehirn, die sonst vom Botenstoff Adenosin aktiviert werden. Die Blockade wirkt sich Vorstudien zufolge einmal auf die Amyloid-Beta-Schädigungen aus und reduziert diese schädlichen Verklumpungen im Gehirn, zum anderen schützt sie gleichzeitig gegen Tau-Ablagerungen.

Die Forscher wollen diesen neuen Ansatz jetzt weiter nachgehen. Es folgen weitere Versuche mit Tieren, dann erst stünden erste klinische Studien an. Leider ist der Budgetrahmen für die Forschungsgelder sehr schmal.

Erste Ergebnisse der neuen Stufie veröffentlichten die Wissenschaftler Professorin Christa Müller und ihre Forscherkollege David Blum aus Lille in der Online-Ausgabe des Fachmagazins „Neurobiology of Aging“.

[Quelle: Zeit online]